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Emil Nolde
Der große Expressionist Emil Nolde (1867-1956) verbrachte jahrzehntelang die Sommermonate nahe der Nordsee in
Seebüll, seinem Wohn- und Atelierhaus, das bis heute von einem prächtigen Blumengarten umgeben ist. Die Winter
verbrachte Emil Nolde in Berlin.
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Zu Gast in Noldes Garten
Zu Lebzeiten des Malers bot jedes Fenster außerdem einen Blick in den mit Liebe zum Detail gestalteten Garten. „Die Farben der Blumen zogen mich unwiderstehlich an", notierte er in seiner Biographie. Die Blütenpracht konservierte er in farbenprächtigen Aquarellen und Ölgemälden. Von Mai bis September können Besucher sich dienstags und donnerstags einer einstündigen Führung durch die nahezu originalgetreu erhaltene Gartenanlage anschließen.
Noldes Werk vom Badestrand auf dem Laufsteg
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Ein Ratafia ist ein süßer und gehaltvoller Likörwein aus Traubensaft und Weinbrand, der als Aperitif oder zu süßen Nachspeisen gereicht wird. Traditionell wird er mit Früchten angesetzt und kann auch mit duftenden Blütenblättern aromatisiert werden. Nolde liebte vor allem die Farbenpracht der Dahlien und pflanzte über 80 verschiedene Sorten in seinem Garten an. So wurde für die Museumsshops in Seebüll und Berlin ein einzigartiges Andenken kreiert: Der Dahlien-Ratafia mit seinem herb-frischen Aroma.
Die gelb-orangen und roten Blütenköpfe werden von Hand in Noldes historischem Blumengarten gepflückt und auf der Basis traditioneller Familienrezepte in der Berliner „Manufaktur von Blythen“ zu Ratafia in Bio-Qualität verarbeitet.
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Der französische Maler Pierre-Auguste Renoir liebte
Dahlien und malte sie zur Entspannung.
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Auch in Claude Monets Gemälden sind Dahlien überaus häufig vertreten.
Das allgemeine Interesse an den Dahlien war Schwankungen unterworfen.
Einige Zeit galten sie als zu bunt und zu ländlich, doch die Dahlie hatte immer auch ihre Verehrer,
wie den französischen Maler Monet, der sie in seinem Garten in Giverny pflanzte.
Dahlien waren seine erste große Passion. Er war es, der die Landpomeranze damals aus dem "Jardin rustique",
dem ländlichen Vorgarten, befreite und als Diva in seinen Beeten platzierte.
Wer im Frühherbst Monets bestens rekonstruiertes Reich besucht, ist berauscht von der Blütenpracht der Dahlien.
Mit tellergroßen Blüten und lodernden Farben ziehen sie die Blicke auf sich. Monets Favoritin war
"Etoile Digoinaise", mit langen dünnen Blütenblättern "einem anmutigen Seestern ähnelnd und jetzt
sehr in Mode", so ein Zeitgenosse.
Quelle:
welt online
'Stiller Winkel im Garten von Montgeron (oder: Die Dahlien)'
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