Adventskalender 2009 -- 2. Dezember 2009
Dahlie 'Versailles'
Infoseite zu den Texten von "Joseph Paxton Die Cultur der Georginen (Dahlien) - 1839"
Leichte Cultur

Die Cultur der Georginen ist, abgesehen von der Aufbewahrung ihrer Knollen zur Winterszeit, so wie von den verschiedenen Methoden ihrer Fortpflanzung und Vermehrung im Frühjahre, vielleicht mit eben so wenig oder noch geringerer Schwierigkeit verknüpft, als die irgend einer anderen unserer Zierpflanzen. Zum Beweise dessen brauchen wir nur auf die Gärten fast aller Landleute, Handwerker oder der Vornehmen (in England) hinzuweisen, indem wir dort, sey es nun in dem rauchgeschwängerten Weichbilde der Städte, oder in der reineren und gesunderen Atmosphäre des offenen Landes, diese Pflanze kaum jemals anders finden werden, als in dem vollkommensten Zustande von Gesundheit, und fast eben so selten auch, ohne uns an dem Anblick ihrer schöngeformten, prächtigen Blumen weiden zu können.

In der That, schon jede wiederkehrende Jahreszeit überrascht uns mit einem betreffenden Zuwachs von Schönheit, und so behaupte ich denn mit voller Zuversicht, daß die Georgine mit der Zeit noch alle andere Blumen, die je des Blumisten Wissen und Können in Anspruch genommen haben, und was diese Voraussicht noch erfreulicher macht, ist der Umstand, daß sie nicht, der Tulpe gleich, nur das stolze Besitzthum einiger Wenigen, welche die Vorsehung mit Reichtum und andern zur Anschaffung solcher Pflanzen erforderlichen Mitteln gesegnet hat, seyn wird,
sondern daß vielmehr der Edelmann wie der Blumenfreund, der Handwerker wie der Landmann sich ihres Besitzes in gleicher Weise zu erfreuen haben werden;
ein jeder Garten wird mit seinen Georginen, der eine die, der andere jene Verdienstseite daran aufzuweisen habend, prunken,
und eben so wird es dann auch in Stadt und Dorf, ja selbst in unsern Straßen und Häusern ein immer schöneres Ansehen gewinne,
je mehr die Qualitäten dieser Blume sich verbessern,
je mehr ihre Schönheiten bewundert und nach Würden anerkannt werden.
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