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Verwendung
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FRÜHER
Kultpflanze der Azteken:
Die Azteken verehrten sie als Kultpflanze,
die für sie die Sonne symbolisierte,
welche das Kernstück des aztekischen Glaubens darstellte.
Zudem spielte die Blume eine bedeutende Rolle bei kulturellen und
religiösen Anlässen. Ihre Darstellung findet man heute auf
trditionellen Kunsthandwerken und Gemälden sowie in figurativen
Darstellungen an den alten Pyramiden.
Der Sonnenkaiser Moctezuma bekam den Überlieferungen nach im Jahre
1503 zu seiner Krönung ein Gewand mit einer riesigen, gestickten
Dahlienblüte von seinen Neffen geschenkt.
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Heilmittel der Azteken:
Der Knollensaft wurde von den Azteken für medizinische Zwecke eingesetzt.
einerseits gegen Blähungen und Magenbeschwerden,
andererseits bei Verletzungen
und Brüchen. Moderne Pharmakologen
haben festgestellt, dass die
Dahlienknolle Benzoesäure enthält
und somit antibiotisch wirkt.
Nahrungsmittel:
Dahlienknollen sind sind in geringen Mengen essbar,
bei Überdosierung erfolgt Blindheit.
Als reine Nährstoffspeicher, bestehen sie hauptsächlich aus
Wasser. Sie enthalten auch bis zu 40% Inulin (Stärkeverbindung),
kleine Mengen Vanillin und ätherische Öle.
Den Indianern dienten die Knollen als wertvolle Nahrungsquelle.
Heute werden eher die Blüten der Dahlie in der Küche verwendet.
Rezepte siehe HIER
HEUTE
Gartenbau:
Karl Foerster und Camillo Schneider sehen für die Dahlie besonders die
'gartenkünstlerische Verwendung', also für kleine und größere Gärten,
aber auch für Parks und Anlagen.
Auch heute kann man vielerorts wunderbare
Dahlienpflanzungen in Parks und Gartenanlagen bewundern
Im Hausgarten allerdings gibt es sie heute nicht mehr so
häufig wie früher. Der Hauptgrund ist wohl das Fehlen eines frostsicheren
Platz zum Überwintern der Dahlienknollen. Ein großer Hauskeller ist oft
nicht vorhanden oder wegen schlechter Lüftung oder zu hoher
Temperaturen nicht geeignet. Ein weiterer wichtiger Grund für die
zurückgegangene Verwendung der Dahlien ist
der gärtnerische Aufwand, den diese Blume leider erfordert.
Auspflanzen, Teilen der Knollen,
das Aufbinden und ständige Ausputzen der Dahlienbüsche macht viel Arbeit
und das mühsame Ausgraben im Herbst nach den ersten Frösten sowie das
Einquartieren im Keller oder in der Garage ist dann endgültig zuviel.
Schnittblumen:
aber auch mit 'Schnittsorten für Binderei und Vasenschmuck' befassen sich
die oben genannten Autoren, sie beschreiben bereits über 100 Sorten.
In den 50er und 60 er Jahren waren Kränze aus Dahlien modern, dieser Trend
ging allerdings in den 70er Jahren stark zurück.
Heute sind Dahlien in Sträußen und Gestecken wieder im Kommen. Verwendet werden
unterschiedliche Sorten, sowohl die kleinblütigen Minipompons als auch
großblumige Dekorative.
Ohne Beachtung der Tipps halten Dahlien zwischen 4 bis 5 Tagen in der Vase.
Folgende Punkte führen bis zu einer Verdoppelung der Haltbarkeit:
Mit dem Schnitt der Blume von der Pflanze beschleunigt sich der
Alterungsprozess erheblich. Schnittblumen sind auf den eingelagerten Vorrat
an Zucker oder Stärke angewiesen und auf die Zufuhr dieser Kohlenhydrate
über das Vasenwasser. Außerdem ist in der Regel eine Schnittblume trotz
vorhandenen Chlorophylls kaum mehr in der Lage, mittels Photosynthese zur
Selbsterhaltung beizutragen.
Daher ist es sehr wichtig, dass sie kräftige, drahtige Stiele hat und
sie zum richtigen Zeitpunkt geschnitten wird,
dann, wenn sie noch mit genügend Reservestoffen versorgt ist.
Schnittzeitpunkt früh morgens
nur wenig, aber täglich frisches Vasenwasser verwenden
täglich frisch anschneiden und Wasser wechseln
kein Dahlienlaub im Vasenwasser
Dahlienvase nicht der direkten Sonne aussetzen
Dahlienvase nicht an einem zugigen Platz ausstellen
Frischhaltemittel mit hoher bakterizider Wirkung,
wie „Chrysal” (13 g/l) bringen ebenfalls gute Ergebnisse;
Zucker als Zusatz ist eher schlecht, da es das Bakterienwachstum fördert.
Quelle:
Whitley, Glenn R. 'Montezuma's Favorite Flower. Dahlias of Today.' 1987
Quelle:
Karl Foerster und Camillo Schneider 'Dahlien und ihre Verwendung' 1929
Quelle: Gerhard Wirth 'Verlängerung der Haltbarkeit in der Vase' Homepage
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