Kultur

Pflanzung

Begleitpflanzen

Pflege

Düngung

Effektive Mikroorganismen (EM)

Überwinterung

Vermehrung

Verwendung



Vorbeugung

Pilz-
Krankheiten


Virus-
Krankheiten


Bakterielle-
Krankheiten


Schädlinge

Pflanzenschutz

Dahlien im TV

Pflanzenschutz - Eigene Erfahrungen

Die meisten Kultur-Kapitel spiegeln natürlich auch meine eigenen Erfahrungen und Praktiken, gerade hier möchte ich von meinen eigenen Erfahrungen mit dem Pflanzenschutz berichten, die ganz auf meine eigenen Dahlien-Situation bezogen ist.

Ich pflanze nun schon viele Jahre auf meinen Beeten Dahlien, es wurden mit der Zeit immer mehr und zum Teil wachsen sie außschließlich, es gibt keine Mischbeete oder Folgepflanzungen.
In den letzten Jahren beobachtete ich ein verstärktes Auftreten von Mehltau, was natürlich auch witterungsabhängig ist. Aber auch eine Veränderung nach dem Austrieb ist auffällig, viele Dahlienflanzen werden gelblich, haben verformte Blätter, sind langsamer und gedrungener im Wuchs, eigentlich wie virusbefallene Pflanzen. Da ich diese Veränderung aber nicht sofort nach dem Austrieb sah, sondern die Symptome erst ein- zwei Wochen nach dem Austrieb auftraten, ich meine nach dem ersten Regen - glaube ich nicht an einen Virus-Befall.

Im vorigen Jahr habe ich sie in diesem Anfangsstadium gespritzt, mit Dithane-Ultra, ein Mittel gegen pilzliche Krankheiten und Netzschwefel . Beides haftet zwar gut auf den Blätten, die fleckigen Blätter sehen aber scheußlich aus. Der Erfolg war recht gut, die meisten Dahlien entwickelten sich danach normal. Gegen Mehltau half das Mittel dann später aber kaum mehr.

Dieses Jahr gab es wesentlich weniger solcher Dahlien und ich teste gerade ein neues Mittel: Ortiva, das den Wirkstoff Azoxystrobin enthält. Er ist breit wirksam gegen alle wichtigen Krankheiten. Die Wirkung von Azoxystrobin ist in erster Linie protektiv, d.h., der Wirkstoff muss vor oder zum Infektionsbeginn eingesetzt werden. Azoxystrobin verfügt angeblich über eine sehr gute Dauerwirkung, die je nach Blattzuwachs und Krankheit 3–8 Wochen Schutz gegen Neubefall geben kann. Bei Befallsgefahr beginnen und alle 8–10 Tage wiederholen, maximal 4 Behandlungen.

Bisher habe ich die kränklichen Sorten zweimal gespritzt und es zeigen sich bei den meisten sehr gute Veränderungen. Die Pflanzen werden dunkelgrün, wachsen in die Höhe und sind kaum mehr von den anderen zu unterscheiden.

Gegen den Mehltau werde ich es auch wieder vorbeugend mit Kaliumpermanganat-Lösung versuchen, ansonsten setze ich große Hoffnung in die Effektiven Mikroorganismen, die vielleicht doch helfen, das Spritzen einzustellen.