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Pflanzenschutz - Eigene Erfahrungen

An dieser Stelle möchte ich von meinen eigenen Erfahrungen mit dem Pflanzenschutz berichten, die ganz auf meine eigenen Dahlien-Situation bezogen sind.

Ich pflanze nun schon viele Jahre auf meinen Beeten Dahlien, es wurden mit der Zeit immer mehr und zum Teil wachsen sie ausschließlich, es gibt keine Mischbeete oder Folgepflanzungen.
In den letzten Jahren beobachtete ich ein verstärktes Auftreten von Mehltau, was natürlich auch witterungsabhängig ist, heiße Tage und feuchte kalte Nächte begünstigen den Mehltau. Ich vermeide das Gießen am Abend, um die Blätter nicht vor der Nacht zu befeuchten, selbst wenn ich es eh nur von unten mit dem Schlauch mache.

Aber auch eine Veränderung nach dem Austrieb ist auffällig, viele Dahlienflanzen werden gelblich, haben verformte Blätter, sind langsamer und gedrungener im Wuchs, eigentlich wie virusbefallene Pflanzen. Da ich diese Veränderung aber nicht sofort nach dem Austrieb sah, sondern die Symptome erst ein- zwei Wochen nach dem Austrieb auftraten, ich meine nach dem ersten Regen - glaube ich nicht an einen Virus-Befall.

2007 habe ich die Dahlien in diesem Anfangsstadium gespritzt, mit Dithane-Ultra, ein Mittel gegen pilzliche Krankheiten und Netzschwefel . Beides haftet zwar gut auf den Blätten, die fleckigen Blätter sehen aber scheußlich aus. Der Erfolg war recht gut, die meisten Dahlien entwickelten sich danach normal. Gegen Mehltau half das Mittel dann später aber kaum mehr.

2008 gab es wesentlich weniger solcher Dahlien und ich probierte ein neues Mittel: 'Ortiva', das den Wirkstoff Azoxystrobin enthält. Er ist breit wirksam gegen alle wichtigen Krankheiten. Die Wirkung von Azoxystrobin ist in erster Linie protektiv, d.h., der Wirkstoff muss vor oder zum Infektionsbeginn eingesetzt werden. Azoxystrobin verfügt angeblich über eine sehr gute Dauerwirkung, die je nach Blattzuwachs und Krankheit 3–8 Wochen Schutz gegen Neubefall geben kann. Bei Befallsgefahr beginnen und alle 8–10 Tage wiederholen, maximal 4 Behandlungen.

Die kränklichen Sorten habe ich zweimal gespritzt und es zeigten sich bei den meisten sehr gute Veränderungen. Die Pflanzen werden dunkelgrün, wachsen in die Höhe und sind kaum mehr von den anderen zu unterscheiden. Mit nur zweiweiteren Spritzungen kam ich ganz gut durch die Saison, 'Ortiva' kann ich von daher nur empfehlen.

Im Frühjahr 2009 habe ich wieder etwa fünf Dahlien, die man virusverdächtig nennen kann. Allerdings trat das Kräuseln der Blätter und der helle Austrieb erst viel später als im vorigen Jahr auf, nachdem ich mit 'Ortiva' gespritzt hatte. Daraufhin habe ich zum Test mit 'Metasystox' (Spritzmittel mit systemischer Wirkung gegen Blattläuse, Spinnmilben sowie gegen Blattflöhe, Thripse, Sägewespen und Blattgallmilben) gespritzt, da ich irgendwelche Schädlinge vermutete, die ich aber nicht sehn konnte. Nun, eine Woche später, haben sich einige Blätter geglättet und der neue Austrieb sieht gesund aus. Das zeigte mir nun eindeutig, dass diese 'Virussymptome' eben auch durch Schädllinge, welcher Art auch immer, hervorgerufen werden können.

Vorbeugend habe ich auch schon mit Kaliumpermanganat-Lösung gespritzt, das gut gegen Pilzkrankheiten hilft. 2008 habe ich die Effektiven Mikroorganismen, ausprobiert. Leider konnte ich keine eindeutigen Ergebnisse feststellen, was aber wohl eher an meiner "Versuchsanordnung" lag, als an dem Mittel selbst.

2009 nun starte ich einen neuen Versuch mit 'Humofix', einem Pulver aus 5 Heilkräutern, Eichenrinde, Milchzucker und Honig. Bisher habe ich schon sichtbare Erfolge damit bei kranken Dahlien.

Mein bestes Dahlienjahr hatte ich 2010. Inzwischen habe ich mich schon von vielen nicht so guten Sorten getrennt, sodass die Sorten, die ich gepflanzt habe weitgehend von hoher Qualität waren. Aber das war nicht alleine der Grund. Trotz schlechten Wetterverhältnissen - lange Kälte, sehr große Hitze + Maulwurf - waren die Dahlien noch nie so gesund, trotz geringerm Einsatz von Ortiva, einem Spritzmittel gegen Mehltau. Im Frühjahr habe ich den Boden leicht gekalkt, gut mit Rinderdung, Kompost und Hornspänen versorgt und als die Pflanzen etwa 50 cm hoch waren habe ich sie vorbeugend mit Ortiva gespritz. Im Sommer hab eich dann nochmals mit Hakaphos gedüngt, allerdings eher vorsichtig. Was ich allerdings zusätzlich drei mal in der Zeit von April - August gegeossen habe, war Humofix - weiter Infos darüber HIER. Meine Dahlien hatten selbst im Oktober noch keinen Mehltau oder Rote Spinne, es waren durchweg große kräftige gesunde Pflanzen.