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Kunst
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Die Sprache der Dahlien:
Die Einfachblühende Dahlie steht für den guten Geschmack
Die gelbe Dahlie sagt: ich bin froh, dass du mich magst
Die weiße Dahlie drückt Dankbarkeit für den anderen aus
Die zweifarbige Dahlie zeigt: ich denke immer an dich.
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Dahlien begegnen uns auf vielfältige Weise in der Kunst,
in Prosa, Musik und
Malerei ist sie Thema, es gibt auch
eine nette Anekdote.
In Mexiko ist die Dahlie "Nationalblume", schon bei den Azteken wurden Kleider mit
Dahlienblüten verziert. Ebenso ist sie seit dem 4.Oktober 1926
die offizielle Blume der Stadt San Francisco.
In der Dahlienstadt
Bad Köstritz wird jedes Jahr eine Dahlien-Königin gewählt.
Die holländische Stadt Zundert richtet jedes Jahr den weltgrößten
Dahlienkorso aus und schmückt dazu riesige Wägen mit tausenden von Blüten.
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Prosa:
Gedicht von Lord Holland für seine Frau Lady Holland.
Zwischen 1800 und 1805 lebten die Hollands in Frankreich und Spanien,
wo Lady Holland erstmals Dahlien sah, die Spanien ungefähr 15 Jahre zuvor
erreicht hatten. Sie schickte sie nach Hause, und so wurden die
Dahlien in England eingeführt.
The Dahlia you brought to our isle
Your praises for ever shall speak:
Mid gardens as sweet as your smile,
And colour as bright as your cheek.
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Gedicht von Karl Winfried Winter
Rhöndichter, geb. 1893 in dem thüringischen Rhöndorf Buttlar
Georginen 1900
Im Garten die Georginen
standen am grünen Staket
von der Sonne beschienen,
und ein Herbsttag vergeht.
Im Laub die Bälle lohten,
golden vergilbender Klang,
glosende Sommernoten,
Largo - Abgesang.
Großmutter zwischen den Beeten
sann in der Zeiten Verweh`n.
So im Garten Eden
wird sie wohl sinnend steh`n.
Gedicht von Heinz Erhardt
In nur vier Zeilen was zu sagen
Erscheint zwar leicht, doch ist es schwer!
Man braucht ja nur mal nachzuschlagen;
Die meisten Dichter brauchen mehr.....
Winteranfang
Verblüht sind Dahlien und Ginster.
Die Rechnung steigt für Öl und Licht.
Die Nächte werden wieder finster.
Der Tag nimmt ab. Die Oma nicht.
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Musik:
Gedicht von Hermann von GILM zu Rosenegg
vertont von Carl Goldmark und Richard Strauss
1. Warum so spät erst, Georgine?
Das Rosenmärchen ist erzählt,
Und honigsatt hat sich die Biene
Ihr Bett zum Schlummer ausgewählt.
2. Sind nicht zu kalt dir diese Nächte?
Wie lebst du diese Tage hin?
Wenn ich dir jetzt den Frühling brächte,
Du feuergelbe Träumerin,
3. Wenn ich mit Maitau dich benetzte,
Begöße dich mit Junilicht,
Doch ach, dann wärst du nicht die Letzte,
Die stolze Einzige auch nicht.
4. Wie, Träum'rin, lock' ich vergebens?
So reich' mir schwesterlich die Hand,
Ich hab' den Maitag dieses Lebens
Wie du den Frühling nicht gekannt;
5. Und spät wie dir, du Feuergelbe,
Stahl sich die Liebe mir ins Herz;
Ob spät, ob früh, es ist dasselbe
Entzücken und derselbe Schmerz.
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Malerei
Der französische Maler Pierre-Auguste Renoir liebte
Dahlien und malte sie zur Entspannung.
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Anekdote
Überlieferung von Strauss aus dem Jahr 1875
Quelle: DDFGG
"Der Baron B., ein passionierter Dahlienliebhaber, lag sterbenskrank zu Bett und war von den
Ärzten bereits aufgegeben. Die verzweifelte Familie konsultierte jedoch noch einen neuen,
sehr berühmten Arzt, der sich bald darauf zusammen mit zwei weiteren von der Familie zu einem
gemeinsamen Treffen konsultierten Medizinern bei dem Kranken einfand. Dieser neue Arzt besah
sich den Kranken, um daraufhin zum Entsetzen der beiden anderen Doktoren einen starken Aderlass
anzuordnen. Die anderen Ärzte sahen in dieser Verordnung das sichere Todesurteil für ihren
Patienten unterzeichnet, trauten sich jedoch nicht, gegen dieses große Licht der
Wissenschaft Einspruch zu erheben. Als sie gemeinsam den Beschluss des Aderlasses
unterzeichnen wollten, trat der berühmte moderne Arzt für einen Moment ans Fenster
und erblickte zu seiner Freude eine Kollektion schönster Dahlien im Garten des Barons
erblüht. Er stürzte hinaus in den Garten und ergab sich vollständig in der Betrachtung
der Erlesenen, so dass der Kranke, die Konsultation, seine Kollegen vergessen waren.
Die beiden anderen Ärzte riefen ihn vom Fenster aus, aber er hörte nichts mehr. Sie
schickten einen Boten, um ihn zu holen, welchen er jedoch zum Teufel schickte,
kurz: seine Aufmerksamkeit war vollständig absorbiert. Die anderen beiden Ärzte
besannen sich kurz und fanden dann zu ihrer eigenen Meinung wieder: verordneten
dem Kranken Rotwein und ein noch blutendes Kotelett, was der Baron zu sich nahm
und daraufhin bald genas. So waren seine Lieblinge zu seinen Lebensrettern geworden!"
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Offiziellen Blume von San Francisco
Mayor Rolph - Vorsitzender des "San Francisco Board of Supervisors" Quelle: Dahlia Society of California Bulletin in 1926
Am 4. Oktober 1926 wurde die Dahlie zur "Offiziellen Blume von San Francisco" ernannt.
Unter dem Vorsitz von Mayor Rolph fasste das "San Francisco Board of Supervisors"
einstimmig folgenden Beschluss:
DA die Dahlie ihre höchste Perfektion in und um die Gegend von San Francisco erreicht hat, und da sie ursprünglich aus San Francisco stammt und in Gärten überall auf der Welt wächst
DA sie wesentlich am Charakter unserer geliebten Stadt teilhat, sowohl in der
Entstehung, dem Wachstum und den Gewohnheiten - da auch sie ursprünglich mexikanisch war,
dann nach Spanien, Frankreich und England gebracht und während dieses Prozesses von
einer einfachen Wildblume in eine kosmopolitische Schönheit umgewandelt wurde. Wie ein
erfahrener Weltreisender kam sie zurück nach San Francisco, um hier ihre Heimat zu
finden, hier wo sie in kühlen Sommern und der feuchten Luft in unseren nebligen,
sandigen Gärten nahe dem Meer blüht
DA sie eine robuste, edle Blume ist, dazu fähig in fast jedweder Erde zu gedeihen,
solang sie nicht allzu trocken ist und da sie die einfache, urtümliche Kraft unserer
Pionier-Vorfahren besitzt, zusammen mit der Fröhlichkeit und der Farbe, die keine
andere Stadt und keine andere Blume je erreichen werden, die wie unsere Künstler und
Dichter in entfernte Gegenden auszieht um Farbe und Schönheit hineinzutragen, die aber
am besten in unseren eigenen Garten, im Freien, in unserem ausgeglichenen kühlen Klima
gedeiht.
DAHER, aufgrund ihrer Vielseitigkeit, ihrer Schönheit, ihrer unendlichen Vielfalt
an Farben und Formen ist sie das Symbol des Lebens von San Francisco und dem Geist
ihrer Bevölkerung;
DAHER sei BESCHLOSSEN, dass die Dahlia - und es ist hiermit bestimmt- die offizielle
Blume von San Franciso sei.
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