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Knollen


Dahlien haben die botanische Besonderheit, "sproßbürtige Speicherwurzeln" oder "Wurzelknollen", kurz "Knollen" auszubilden.

Aus ihnen entstehen nicht direkt neue Pflanzen, wie z.B. aus den Tulpenzwiebeln. Darum sind auch einzelne, abgebrochene Knollen meist wertlos, denn die neuen Triebe bilden sich aus dem Wurzelhals heraus, dort, wo die einzelnen Knollen zusammenhängen.
Die Knollen enthalten viel Wasser und bis zu 40% Inulin, ätherische Öle und Vanillin. Wegen dieser Stoffe wurden sie von den Azteken zu Heilzwecken und zur Moskitobekämpfung benutzt.
Die Knollen und übrigen Pflanzenteile sind in kleinen Mengen eßbar.

Knollen sind wichtig für die Speicherung von Nährstoffen und Feuchtigkeit.

Die Knollenbildung und Überwinterungsqualität werden von drei Faktoren bestimmt:

1. Anzahl der Tage mit kurzer Tageslichtdauer
Wenn um Mitte September die Tageslänge von 12 Stunden unterschritten wird, setzt eine verstärkte Knollenbildung ein. Deshalb sollen die Knollen nicht vor dem Abfrieren der oberirdischen Pflanzenteile geerntet werden.

2. Intensität der Wassergaben aus Niederschlägen und Gießen im letzten Drittel der Vegetationszeit

3. Intensität der Düngergaben im letzten Drittel der Vegetationszeit

Der Grund liegt in der Aufgabe der Knollen für die Gesamtpflanze. Sie sollen nicht nur Nährstoffe für den Winter und den Start im Frühjar, sondern auch Wasser für trockenere Zeiten speichern. Ist stets genug Wasser vorhanden, braucht die Pflanze ihre Knollen nur schwach auszubilden und tut das dann auch. Ähnlichen Einfluß haben die Düngergaben. Die Erfahrung vieler Dahliengärtner besagt, dass die Dahlie im letzten Drittel der Vegetationszeit keinen künstlichen Dünger mehr bekommen darf. Eine evtl. Vorratsdüngergabe muß Ende August aufgebracht sein. Andernfalls kommen die Knollen schlecht durch den nächsten Winter.