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Dahlienliebhaber und Andere
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Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm
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Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen,
von denen man alles erhalten kann,
wenn man sie nach ihrer Art behandelt.
Ein ruhiger Blick
eine stille Konsequenz,
in jeder Jahreszeit,
in jeder Stunde
das ganz Gehörige tun,
wird vielleicht von niemand mehr
als vom Gärtner erwartet.
Johann Wolfgang von Goethe
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Dahlienliebhaber Johann Wolfgang von Goethe
Goethe war schon 60 Jahre alt, als er sich für die
die Georgine (heute Dahlie) begeisterte und 1814 soll er
schon eine große Dahliensammlung in seinen Gärten
gezogen haben.
Goethes Vorliebe für die Georgine wurde durch seine Bekanntschaft
mit dem Meistergärtner August Friedrich Dreyssig gefördert.
Dies war einer der ersten deutschen Gärtner, die sich um die
Ausbreitung und Veredelung der Georginen bemühten.
1820 bot sein Georginenverzeichnis 42 Sorten, darunter 17 gefüllte -
zur damaligen Zeit eine Sensation.
In Dreyssigs Verzeichnis fand auch eine Sorte namens 'Goethe',
die wie folgt beschrieben wird:
"Georgine superba multiflora, plena flore atropurpurea.
Stolze, gefüllte, vielblumige purpurfarbene Georgine".
Diese prachtvolle Georgine liefert ihre Blumen mit und ohne gelbem Auge,
in großer Menge, unter denen auch einige einfach erscheinen.
Quelle:
Gartenlinksammlung
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Dahlienliebhaber Hermann Hesse
1907 erwirbt Hermann Hesse Land in Gaienhofen im Gewann "zum alten Bach",
Gaienhofen. "... ich glaube der Quadratmeter kostete etwa 2 - 3 Groschen..."
Hesse lässt durch den Baseler Architekten Hans Hindermann dort ein Haus bauen.
Das Haus Hesses lag damals weit zurückgenommen in nordwestlicher Richtung des ca. 9000 m2 grossen Wiesen- / Acker-Grundstücks.
Das Gelände erstreckte sich dadurch in sanftem Gefälle
in südlicher und östlicher Richtung vor dem Haus und
verschmolz mit der Landschaft des Bodensees und der Halbinsel Höri.
Nach dem Bau des Hauses 1907 wurde der Garten von Hesse selbst geplant:
Aus Briefen ist entnehmbar, dass er eine handschriftliche Skizze des
Gartenentwurfs fertigte und danach den Garten selbst anlegte:
"Ich baute im Garten einen Schuppen für das Brennholz und das Gartengerät,
ich steckte gemeinsam mit einem mich beratenden Bauernsohn Wege und Beete ab,
pflanzte Bäume, Kastanien, eine Linde, eine Katalpe, eine Buchenhecke und
eine Menge von Beerensträuchern und schönen Obstbäumen... alles gedieh
recht schön, und wir hatten damals die Erdbeeren und Himbeeren, den
Blumenkohl und die Erbsen und den Salat im Überfluss."
Quelle: H. Hesse: "Am Bodensee".
Die Familie Hesse betrieb nicht nur einen Selbstversorgergarten mit
Gemüse, Beerenobst und Obstbäumen, sondern pflegte mit Hingabe
verschiedene Blumenrabatte:
"Daneben legte ich eine Dahlienzucht an, und eine lange Allee,
wo zu beiden Seiten des Weges einige hundert Sonnenblumen von exemplarischer
Grösse wuchsen und zu ihren Füßen viele Tausende von Kapuzinern in allen
Tönen von Rot und Gelb." Quelle: H. Hesse: Beim Einzug in ein neues Haus.
Weitere Lieblingsblumen, die Hermann Hesse in seinen Texten beschrieb,
waren Schwertlilien, Rosen, Zinnien und andere bäuerliche
Blumenstauden.
Quelle:
Hermann Hess Haus
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