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Adventskalender 2007


zum Adventskalender
Nimm dir Zeit ...
die Schönheit der Natur zu genießen.


Der diesjährige Adventskalender möchte Sie einladen, sich etwas Zeit zu nehmen und auf einer der Bänke zur Ruhe zu kommen, um die Schönheit der englischen Gärten zu genießen.

Die Fotos im Adventskalender zeigen Gartenimpressionen meiner England-Reise im September 2007.
Gartenklassiker in Südostengland zur Dahlienblüte -
Bericht für das Jahrbuch der DDFGG 2007

Vom 8. - 12. September 2007 fand unsere Reise mit dem Unternehmen "Laade-Gartenreisen" in den "Garten Englands" statt. Mitgliedern der DDFGG und andere Gartenfreunden nahmen daran teil, insgesamt 28 Personen.

Auf der Hinfahrt herrschte eine erwartungsvolle und freudige Stimmung, jeder war gespannt, was uns wohl erwarten würde. Das abwechslungsreiche Programm versprach eine Kombination von Dahlien- und anderen interessanten Gärten. Die Überfahrt über den Kanal von Calais nach Dover war schon mal ein sehr guter Start, denn man konnte an Deck sein und in Dover die von der Sonne angestrahlten weißen Klippen sehen. Untergebracht waren wir im *** Hotel Felbridge, East Grinstead, in der Nähe von Gartwick, südlich von London.

An den folgenden Tagen waren wir in den drei Grafschaften Kent, Sussex und Surrey unterwegs. Der "Garten Englands", wie Kent genannt wird, ist begünstigt vom milden Klima, das verantwortlich ist für die Fülle der Pflanzen, die in den bezaubernden Gärten zu finden sind. Eine besondere Bedeutung hat der Hopfenanbau, und immer wieder sahen wir historische Hopfendarren.

Sissinghurst Castle war der erste Garten, den wir anfuhren. Wir hatten den Vormittag über Zeit, uns selbst umzusehen und uns beeindrucken zu lassen von der Schönheit der Anlage und der Vielfalt der Pflanzen. Besonders vom Turm oben hatte man einen wunderbaren Überblick über die verschiedenen "Gartenräume" wie den Rosengarten, den Lindengang, den Bauerngarten, den weißen Garten oder den Obstgarten. Begrenzt wurden die "Gartenzimmer" durch hohe, kurz geschnittene Hecken und Ziegelsteinmauern, die die Grundmauern der ursprünglichen Burganlage bilden. Dahlien fanden wir immer wieder eingebunden zwischen den verschiedenen Stauden.

Nachmittags fuhren wir nach Great Dixter in Northiam, wo uns ein wahres Feuerwerk der Farben erwartete. Das in Fachwerkbauweise errichtete Gutshaus aus dem 15. Jahrhundert konnten wir besichtigen und dann den Garten bewundern. Gestaltet wurde er von Christopher Lloyd, dem bekanntesten englischen Garten- und Pflanzenspezialisten, der erst im vorigen Jahr verstarb. Er liebte feurige, kräftige Farben und kombinierte sie wunderbar miteinander. Besonders im "Dschungel", dem ehemaligen Rosengarten, war alles miteinander verwoben, aber immer wieder setzten prächtige Dahlien Akzente. Sehr beeindruckend waren auch die 80 m lange Staudenrabatte und der Senkgarten, ein wahres Kleinod der Ruhe.

Am nächsten Tag hatten wir gleich mehrere "Verabredungen". In Wisley, dem Garten der Royal Horticultural Society, trafen wir Gareth Rowlands, den Dahlienexperten der RHS, er lud die interessierten Dahlienliebhaber zum Tee und einem kurzen Vortrag ein. Anschließend führte er noch durch die Dahlienaufpflanzung, wo es viele neue Sorten zu sehen gab. Nur noch im Schnelldurchgang konnten wir weitere Teile dieser riesigen Anlage anschauen, denn als nächstes erwartete uns David Kent, der Geschäftsführer der RHS, um uns seine Dahlien zu zeigen.

Sie standen in einem "Schrebergarten", von den Seiten und oben durch Planen vor Wind und Regen geschützt, inmitten recht hochwüchsigen Wildkräutern. Da es für David Kent in erster Linie wichtig ist, die perfekten Blüten für die Vasenschauen zu haben, wird radikal ausgebrochen, die Pflanzen haben nur sehr wenige Blüten, dafür aber in einer unheimlichen Größe und Perfektion.

Als letzten Garten an diesem Tag besichtigten wir Dunsborough Park, wieder ein variationsreicher Garten, in dem wir auch eine kurze Führung hatten.

Strahlend blauer Himmel verwöhnte uns am letzten "Gartentag". Unser erstes Ziel war West Dean Gardens in Chichester. Die Gärten von West Dean sind Teil eines klassischen englischen Landschaftsparks aus dem 19. Jahrhundert. Zuerst besichtigten wir den Küchengarten mit seinen 13 Gewächshäusern, dann die Obstgärten mit den interessant geschnittenen Bäumen und Staudenkulturen. Es gab außerdem eine 300 m lange und wunderschön bepflanzte Pergola. Ein szenischer Wandelweg führte in die Welt des umfangreichen Arboretum, mit Fluss- und Felspartien, Palmen, Baumfarnen und exotische Stauden. Es war von so einer friedlichen Schönheit, dass man am liebsten noch viel länger verweilt hätte.

Auf dem weiteren Programm stand Denmans, ein etwas kleinerer Garten, der von John Brooks; Gartenbuchautor und - designer, geschaffen wurde. Hier wurde Kies verwendet und man konnte durch die Bepflanzung laufen, was einen besonderen Reiz hatte. Immer wieder wurden mit Statuen, oder kleinen Bauwerken Akzente gesetzt und hauptsächlich blaue Bänken luden zu einer Pause ein. Eine kleine Gärtnerei mit einem Sortiment von 1500 Stauden und Gehölzen ist der Anlage angeschlossen.

Marchants Hardy Plants bildete den Abschluss der Gartenbesichtigungen, und der hätte nicht schöner sein können. Etwas verspätet kamen wir an und wurden auch schon von Mr. Graham Gough. erwartet und herzlich empfangen. Wir erlebten einen begeisterten Gärtner mit einer sehr netten Frau an seiner Seite. Umgeben von traumhaften Gräsern erzählten sie ein wenig von der Entstehung des Gartens, dann konnten wir ihn durchstreifen und uns an der überwältigenden Schönheit der Gräser und Staudenkombinationen im Abendlicht freuen. In die Landschaft der South Downs, einer Hügelkette, die sich durch Sussex zieht, eingebunden, machte dieser Gräser-Stauden-Garten einen vollkommen harmonischen Eindruck.



Drei wunderschöne interessante Tage haben wir in den acht Gärten Englands verbracht, wir haben erfahren, wie verbindend doch die Freude an Pflanzen ist, und viele Ideen und Fotos konnten wir für zu Hause mitnehmen.